Die folgende sportpsychologische Definition erhebt keinen Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit, orientiert sich viel eher an anwendungsorientierten und pragmatischen Gesichtspunkten.

Definitionsversuch der Sportpsychologie

Zur sportpsychologischen Definition kann gesagt werden, dass sowohl psychologische Strategien wie metakognitive Einstellungen im Leistungssport eingesetzt werden können. Auf der anderen Seite sollte angemerkt werden, dass auch sportliche Bestandteile im psychologischen Setting bspw. der Psychotherapie Einzug finden können. Klassicherweise widmet sich der Sportpsychologe jedoch dem Leistungssport.
Zwei mögliche Einsatzgebiete können hier genannt werden:

-->Mentales Training

Sie möchten Ihre Leistung stabilisieren, an frühere Erfolge anknöpfen oder das Beste "aus sich rausholen" indem Sie neben dem konventionellen auch das mentale Training berücksichtigen? Wenn physiche und trainingswissenschaftlich alle Register gezogen wurden, entscheidet oft die mentale Stärke über Sieg oder Niederlage. Klassiche Instrumente sind dann Visualisierungsfähigkeit, Aufmerksamkeitsregulation, Zielsetzungstraining und neuerdings auch die Hypnose. Wichtig ist dabei vor allem das mentale Training langfristig in das konventionelle Training einzubauen.

-->Klinische Sportpsychologie/ Psychotherapeut mit Sportbezug

Der Druck im Leistungssport ist enorm, da kann es schon einmal zu psychopathologischen Phänomenen kommen, dann sollte ein klinischer Sportpsychologe (Psychotherapeut mit sportpsychologischer Ausbildung und Fachkunde/Approbation) hinzugezogen werden. Das Spektrum reicht hier von Befindlichkeitsstörungen über Burn Out bis hin zur mittleren bis schweren Depression. Dieser Bereich ist jedoch deutlich von der allgemeinen Sportpsychologie abzugrenzen, da sich die Lebenszeitprävalenzen psychischer Erkrankungen bei Sportlern nur unwesentlich von der Gesamtpopulation unterscheiden.

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© Dipl.- Psych. und Psychologischer Psychotherapeut Julian Haagen - info[at]psyspor.de